MÄRTYRERIN aus LEIBNITZ

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Nach der Feststellung des Abrisses meiner Aorta und dem riesengroßen Sack/Blase/Aneurysma/Pseudoaneurysma, welche(s) die Aorta mit dem 3 cm davon entfernten Herzen verband und mich vor dem Verbluten rettete, wurde diskutiert, ob man mich überhaupt noch einer Revisions-OP unterziehen sollte bzw. könnte. Meine Eltern entschieden sich dazu, alles zu tun, um mich doch noch zu retten. Die große Frage war die, wie kann der Herzchirurg den Brustkorb öffnen, ohne dass dabei dieses Aneurysma platzt. Die meisten waren der Meinung, das wird nicht gelingen....

Zur Vorbereitung dazu wurde ich dazu am 14.7.2000 ins Uniklinikum Graz auf die Radiologie gebracht, um dort ein Ultrafast CT des Herzens zu machen. Meine Eltern waren dabei, diese mussten natürlich draußen warten. Es dauerte und dauerte, plötzlich ging die Türe auf und einer der do. Führungspersönlichkeiten, der anwesend war, es lief ja alles schon über die REchtsabteilung der KAGES, ging schweigend an meinen Eltern vorbei.

Es dauerte eine Weile und wurden dann meine Eltern in den Untersuchungsraum gebeten, wo ich in einem fürchterlichen Zustand, rot wie ein Indianer, unter schwerster antiallergischer Medikation vor dem Zusammenbruch meines Körpersystems zu finden war.

Was war passiert: ich war ja in schwerst neurologisch beeinträchtigten Zustand, wo ich mich nicht äußern konnte. Daher wurden meine Hände angebunden während der Ultraschalluntersuchung, damit ich mir die Leitung nicht raussreisse. Eine Anästhaesistin war dabei. Die CT Untersuchung begann und wurde ich mit einem Schwarz-Weiß-Monitor währenddem beobachtet. Es wurde während der Infundierung des Kontrastmittels beobachtet, dass ich mich an den Händen bewegte. Dann wurde das CT gestoppt und nachgesehen: ich hatte einen Kontrastmittelzwischenfall, ganz, ganz schwere Sofortreaktion der Anaphylaxie. Mein Papa sagt, er habe noch nie einen Menschen gesehen, der so feuerrot am ganzen Körper war wie ich. Man kämpfte wieder um mein Leben, ich wurde nach Stabilisierung meines Kreislaufs sofort in die dortige Intensivstation der Herzchirurgie gebracht.

Wiederum bangten meine Eltern stundenlang um mich. Mein Papa hatte inzwischen schon die Kontakte ins AKH WIEN gemacht, dies allerdings vor dem Kontrastmittelzwischenfall. Nun war plötzlich ALLES ANDERS. Ich war in einem so schlechten Zustand, wo der nötige herzchirurgischeh Eingriff nicht einmal möglich war. Auch war es für meinen Papa absolut unvorstellbar, dass ich diese nötige REVISIONS-OP in Graz erhalten sollte. Es wurde in der Verzweiflung wieder Rücksprache in Wien gehalten, über den Zwischenfall berichtet und mitgeteilt, dass es nicht klar sei, dass ich noch jemals transportfähig werde. Der dortige Herzchirurg hatte gesagt, dass er Gewehr bei Fuss stünde, wenn ich komme.

Parallel dazu hatte mein Papa die Möglichkeiten des Transportes ausgelotet. Im Falle der Transportfähigkeit sollte eine Überstellung am nächsten Tag mit dem Hubschrauber erfolgen. In der Nacht erfolgte Gott sei DANK eine Stabilisierung meines Zustandes, der in Richtung Transportfähigkeit ging.

Am Morgen des 15.7.2000, war klar, dass aufgrund des Schlechtwetters der RETTUNGSHUBSCHRAUBER NICHT fliegen könne.

Schnell wurde mit Hilfe des Roten Kreuzes ein ausrangierter Notarztwagen organisiert, ebenso ein Notarzt-Anästhesist, der in seiner Freizeit sich anbot, mitzufahren.

Dem Himmel sei Dank.

Mein Papa hatte mich auf REVERS aus der Intensivstation genommen, und fuhr mit, meine Mama mit dem Privat-PKW hinterher. Wegen der Rupturgefahr des Aneurysmas wurde ich sediert, andrerseits hatte mein Papa die gesamten 3,5 Stunden, die diese Fahrt dauerte, meine Liege im Notarztwagen mit beiden Händen gehalten und abgefedert. Da es sich um einen alten NAW handelte war die Federung dementsprechend schlecht, es rumpelte und pumpelte .

In der KInderklinik des AKH Wien angekommen, wurde der Kinderherzchirurg informiert, der sofort von zu Hause reinkam. Ihm wurden die Videos der Ultraschallaufnahmen übergeben. Er sagte aber meinen Eltern klipp und klar, dass er mit mir nicht mehr in den OP fahren würde, wenn in der Zwischenzeit das Aneurysma platzen würde, es hätte keinen Sinn, da ich sofort verbluten würde.

DA die OP mit vollem Team nötig war, wurde diese auf Montag 17.7.2000 anberaumt. In der aufsehenerregenden OP, sie dauerte 9 Stunden, die Zeitungsberichte dazu sind in behandlungsfehler.cc zu lesen, die Fernseh- und Radioberichterstattung wird noch online gestellt werden, konnte ich mit dem dort neuen HEARTPORT-System gerettet werden.

Damit endet die Geschichte der Krankenhausaufenthalte in den Krankenhäusern der KAGES in Graz und begann ein neues Kapitel des ingesamt 1 1/2 Jahre dauernden Aufenthaltes in Neurologien des In- und Auslandes. Eine Rückkehr in die Steiermark war für die nächsten vielen Jahre aus emotionalen Gründen nicht mehr vorstellbar. Mein Papa nennt uns seitdem EXILSTEIRER.


Behandlungsfehler

Das, was am Universitätsklinikum Graz 1999 nun -gerichtsgutachterlich bestätigt- begann, hat am Universitätsklinikum Homburg UKS sein schreckliches ENDE gefunden. Doch die Warheit darüber gilt es nun öffentlich zu machen. www.susanne-zach.com


 

§ 78 StPO Anzeigepflicht

(1) Wird einer Behörde oder öffentlichen Dienststelle der Verdacht einer Straftat bekannt, die ihren gesetzmäßigen Wirkungsbereich betrifft, so ist sie zur Anzeige an Kriminalpolizei oder Staatsanwaltschaft verpflichtet.

(2) Eine Pflicht zur Anzeige nach Abs. 1 besteht nicht,                                    

1.wenn die Anzeige eine amtliche Tätigkeit beeinträchtigen würde, deren Wirksamkeit eines persönlichen Vertrauensverhältnisses bedarf, oder

2.wenn und solange hinreichende Gründe für die Annahme vorliegen, die Strafbarkeit der Tat werde binnen kurzem durch schadensbereinigende Maßnahmen entfallen.

(3) Die Behörde oder öffentliche Dienststelle hat jedenfalls alles zu unternehmen, was zum Schutz des Opfers oder anderer Personen vor Gefährdung notwendig ist; erforderlichenfalls ist auch in den Fällen des Abs. 2 Anzeige zu erstatten.

https://www.jusline.at/gesetz/stpo/paragraf/78

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